Optimaler Sitzabstand zum Fernseher

News vom 28.12.2010 um 15:08 Uhr

Ein großer Bildschirm macht nicht immer gleich ein perfektes Bild aus. Die Größe der Bildschirmdiagonale ist bei einem Flachbildschirm nämlich nicht das einzige Kriterium, welches über die Qualität des gesehenen Bildes entscheidet. Es gibt eine ganze Reihe von Faktoren, die am Ende den optimalen Fernsehgenuss ausmachen und von denen man teilweise gar nicht so viel weiß.

Fernseher

Fernseher - Bild: istockphoto.com/MarkHegedus

Auf der anderen Seite gibt es gewisse Eigenschaften eines Fernsehers, die zwar das Bild beeinflussen, sich jedoch völlig unabhängig vom Sitzabstand verhalten. Neben den ganzen technischen Features eines Plasma-Tvs oder LCD-Fernsehers ist jedoch genau dieser sehr entscheidend bei der Wirkung des jeweiligen Bildinhaltes. In erster Linie sollte man sich über die Abmessungen des Raumes Gewissheit verschaffen, in welchem der jeweilige TV platziert werden soll. Dazu kann man sich von seinem Vermieter den Grundriss seiner Wohnung geben lassen oder man misst mit Hilfe von Zollstock oder Maßband ganz einfach selber den Raum aus. Ein weit verbreitete Faustregel in Bezug auf den optimalen Sitzabstand in Relation zur Bildschirmgröße des Flachbildfernsehers lautet wie folgt: optimaler Sitzabstand=3xBildschrimdiagonale. Nach dieser Formel ergäbe sich für einen 40 Zoll großen LCD oder Plasma-Tv ein Sitzabstand von etwas mehr als drei Metern. Das dürfte aber selbst bei einem noch größeren Screen nicht sonderlich angenehm werden und zudem die Augen nach einer gewissen Zeit strapazieren. Vielmehr sollte man sich erst einmal vergewissern an welchen Abstand vom Bildschirm des Fernsehers sich man bei vorherigen Geräten bereits gewöhnt hat und danach auch ein neues Gerät aussuchen beziehungsweise diesen Wert als Ausgangspunkt nehmen, wenn man sich bereits einen neuen TV zugelegt hat. Der Inhalt ist ebenfalls sehr entscheidend bei der Wahl des richtigen Abstandes zwischen TV-Gerät und Position des Betrachters. Je größer die Auflösung, desto dichter kann man sich dem Display annähern. Plasma-TVs oder LCDs mit Full HD lösen das Bild sehr gut auf und sorgen für einen entsprechend hohen Kontrast. Zusammen mit diversen anderen Bild optimierenden Funktionen – die je nach Hersteller unterschiedlich heißen, jedoch aber meist die gleiche Wirkung haben – bekommt der Nutzer schließlich ein gestochen scharfes Bild mit einem großen Detailreichtum. An dieser Stelle kann man selbst bei größeren Bildschirmabmessungen, zum Beispiel 46 Zoll, auch bereits aus zwei Metern Entfernung das Bild in vollen Zügen genießen, ohne dass sich dabei die Augen überanstrengt anfühlen oder man ein Detail verpasst. Rückt man allerdings zu nah an das Panel heran, kann es sein, dass man Bildstörungen wahr nimmt, die so eigentlich gar nicht auftreten, sondern lediglich mit dem Wahrnehmungsvermögen des menschlichen Auges zusammen hängen. Befindet man sich nämlich zu nah vor einem relativ großen Flatscreen, kann es schnell passieren, dass man Unannehmlichkeiten wie beispielsweise Flimmern oder die Projektion von Zeilensprüngen sieht. Hier versuchen viele Nutzer diese Störungen mit manuellen Korrekturen der Bildeinstellungen auszumerzen. Davor sollte man vielmehr den Sitzabstand korrigieren und sich einfach ein wenig weiter entfernt vom Fernseher platzieren. Der Bildinhalt ist natürlich auch sehr entscheidend, wenn es darum geht, den richtigen Sitzabstand vom Bildschirm des TVs zu finden. Wie bereits erwähnt lassen sich Inhalte in HD oder Full HD aus einer kleineren Distanz betrachten als es bei Material in Standard Definition der Fall ist. Für analoges Fernsehen in normaler Auflösung sollte man möglicherweise einen halben Meter zusätzlich nach hinten einplanen oder den Flachbildfernseher auf einem beweglichen TV-Tisch stellen. Des Weiteren sind die Einflüsse von Tageslicht beziehungsweise künstlichen Lichtquellen ebenfalls erheblich an der Qualität des „Fernsehens“ beteiligt. Viele Plasma-und LCD-TVs verfügen über verspiegelte Panels und auch die Rahmen der Displays sind meist von einer reflektierenden Oberfläche überzogen. Daher gilt es die Position des TV-Geräts im Raum genau zu überdenken, denn es können ansonsten schnell Reflexionen auf dem Bildschirm und dem Rahmen auftreten. Diese haben eher einen unschönen Effekt auf den Fernsehgenuss und man möchte ja eigentlich den Inhalt des jeweiligen TV-Programms sehen und nicht die Menschen betrachten, welche sich vor dem Bildschirm befinden. Einige sehr hochwertige Plasma-TVs verfügen über ein so genantes Position Control. Damit soll der TV automatisch registrieren in welchem Winkel und Abstand sich der Betrachter vom Display entfernt befindet. Anschließend errechnet das Gerät vollkommen selbstständig die optimalen Bildwerten und richtet das Bild dann nach der entsprechenden Position des Betrachters aus. Inwiefern sich diese Technologie allerdings in der Praxis bewehrt machen wird, bleibt abzuwarten.

Für den optimalen Sitzabstand kann es manchmal auch hilfreich sein die Größe des Fernsehers nach den Maßen des Raumes zu richten, in dem er aufgestellt werden soll. Es wäre nämlich ziemlich schade, wenn man sich einen großen und hochwertigen Flachbildfernseher zulegt und am Ende die Bildqualität nicht den Erwartungen entspricht, weil man nicht weit genug entfernt davon sitzt kann.

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